QSC ist jetzt q.beyond. Weitere Infos in unserer Pressemitteilung.
Publiziert am 11. September 2012 von unter: , , ,

Richtfunk statt Kabel: Es muss nicht immer Kupfer sein

Griebsch & Rochol Druck GmbH & Co. KG

Griebsch & Rochol Druck GmbH & Co. KG in Hamm. Das Partnerunternehmen der Print Media Group mit seiner vollstufigen Bogenoffset- und Digitaldruckerei hat sich auf hochwertige Zeitschriften, Broschüren, Prospekte, Loseblattwerke oder Kataloge spezialisiert. Fotos: Dennis Knake/QSC

Gut zwei Monate ist die Bogenoffset- und Digitaldruckerei Griebsch & Rochol Druck GmbH & Co. KG im westfälischen Hamm über eine symmetrische Richtfunkstrecke mit der Außenwelt verbunden. Die Funklösung löste damit die DSL-Leitung des Unternehmens ab. Grund genug, dem Betrieb mal einen Besuch abzustatten und nach den bisherigen Erfahrungen mit der neuen Breitbandtechnik zu fragen.

Es ist ein sonniger Tag, als ich die A2 an der Ausfahrt Arnsberg verlasse und nur wenige hundert Meter und zwei Kreuzungen weiter auf das Betriebsgelände der Traditionsdruckerei, deren Geschichte sich sogar bis ins 16. Jahrhundert zurück verfolgen läßt, abbiege. Strahlend blauer Himmel, schon auf der Zufahrt fällt mir der Stahlmast mit der ganz oben angebrachten glanzend weißen Richtfunk-„Schüssel“ für den Breitbandzugang auf.

Heidelberg Druckmaschine

Heidelberg „Speedmaster“ Offset Druckmaschine. Im 3-Schicht-Betrieb wird hier an sechs Tagen die Woche für die Kunden produziert.

Carsten Hirschel ist der IT-Leiter bei Griebsch & Rochol, einem Partnerunternehmen der Print Media Group, einer Unternehmensgruppe mittelständischer Druckerein mit Standorten in Hamm, Kassel und Mannheim.

Die Unternehmensgruppe konzipiert und produziert hochwertige Zeitschriften, Magazine, Zeitungen, Kataloge, Telefonbücher, Broschüren, Bücher, Loseblattwerke, Industriedrucksachen sowie weitere hochwertige Druckerzeugnisse aus verschiedenen Materialien. Das Unternehmen überträgt nun einen Großteil der Printdaten via Richtfunkstrecke  in den CtP-Workflow („Computer-to-Plate“ = Belichtung direkt auf die Druckplatte) der Druckerei. So können die Druckplatten ohne Verzug erstellt werden.

 

Im Serverraum

Im Serverraum: Über eine Portalseite können die Kunden ihre Druckvorlagen direkt in die Systeme des Unternehmens übertragen und ihre Druckaufträge vorbereiten und verwalten. Da ist eine sichere und zuverlässige Datenanbindung unerlässlich.

Produktionsbetrieb rund um die Uhr

„Bester Tag für einen Besuch“, empfängt er mich bereits am Eingang. „Da können wir gleich mal einen Rundgang durch die Druckerei starten.“

Gesagt getan. In der großen Halle, auch Drucksaal genannt, dominieren moderne Offset Druckmaschinen der Marke Heidelberg. Gabelstapler transportieren tonnenschwere Papierberge zu den Einzügen. Am vorderen Ende bereiten Mitarbeiter den Andruck vor. An der Decke meterlange Zuleitungen, die zentrale Farbversorgung, aus denen die einzelnen Druckfarben von den am Hallenrand aufgestellten Fässern mit Druckerfarbe in die Maschinen geleitet wird.

In einem Nebenraum rattert sogar noch eine schwarze Original Heidelberg Cylinder, eine Druckmaschine aus den 1970er Jahren. „Die läuft noch wie am ersten Tag“, sagt Hirschel. Als Besucher fühlt man sich ein wenig wie eine Ameise, die sich in einem Laserdrucker verlaufen hat.

IT-Leiter Carsten Hirschel am QSC-WLL-Mast

Für unseren Besuch steigt IT-Leiter Carsten Hirschel noch einmal zur WLL-Richtfunkanlage hinauf. 10 Mbit/s liefert die Verbindung heute und kann jederzeit – quasi per Knopfdruck und ohne technische Veränderungen – das Unternehmen mit bis zu 50 Mbit/s Bandbreite versorgen.

„Hier produzieren wir im 3-Schicht-Betrieb an sechs Tagen die Woche die Drucksachen unserer Kunden“, klärt mich Hirschel auf. „Egal ob Magazine, Hochglanzprospekte, Loseblattsammlungen. Unsere Kunden können dabei Ihre Vorlagen direkt entweder per FTP oder über eine Portalseite in unsere Systeme Laden und dort den Druckverlauf online verfolgen. Da brauchen wir natürlich eine zuverlässige Breitbandanbindung.“

 

Große Datenmengen erfordern hohe Bandbreiten

Schon seit Jahren ist Griebsch & Rochol Kunde bei QSC. Alles fing mit einer einfachen SDSL-Zuleitung an. Erst zwei, dann vier, dann fast sechs Mbit/s. Doch mit den Jahren werden auch die Anforderungen an die Datenmengen größer. „Leider ist der nächste Hauptverteiler hier im Gewerbegebiet rund drei Kilometer entfernt“, erklärt Hirschel. „Eine weitere gebündelte SDSL-Leitung hätte uns nicht mehr die benötigte Bandbreite liefern können. Da kam mir die Möglichkeit einer Richtfunkanbindung gerade recht.“

Bereits im Frühjahr diesen Jahres bestellte Hirschel Plusnet-WLL business. Ein Richtfunkprodukt mit flexiblen Bandbreiten von 2 bis 100 Mbit/s, das QSC in 42 Versorgungsgebieten in Deutschland zur Verfügung stellen kann. „Es hat einige Zeit gedauert, bis die Bundesnetzagentur die notwendigen Frequenzen genehmigt hat“, erinnert sich Hirschel. Aber dann ging alles ganz schnell: Am vereinbarten Installationstag im Juni rückte QSC mit dem notwendigen Equipment sowie schwerem Gerät für die Installation an. „Ich war ganz schön beeindruckt, als da plötzlich ein Baukran um die Ecke bog und ihre Kollegen eine massive Stahlstange aus drei Teilen vom LKW entluden.“

WLL Richtfunkantenne

Ein massives Stahlrohr hält die 60 cm Richtfunkantenne auf Position. Auch schlechte Wetterverhältnisse können der stabilen Datenverbindung nichts anhaben. Einzig eine direkte Sicht zum Übergabepunkt in das QSC-Netz ist notwendig.

Doch schon nach ein paar Stunden, waren die Schüssel samt rund 300 Kilogramm schweren Mast am Hallengebäude montiert. Die Techniker richteten die Antenne punktgenau auf den nächsten QSC-Mast in rund 5,7 Kilometern Entfernung und verlegten gut 100 Meter gut abgeschirmtes Koaxialkabel über das Hallendach in Richtung Serverraum. Hier musste das ganze nur noch mit der entsprechenden Technik verbunden werden.

 

Flexible Bandbreiten rüsten für die Zukunft

„Zunächst reichen uns die 10 Mbit/s“, fügt Hirschel hinzu. „Das installierte Equipment kann aber jederzeit ohne weitere äußere Eingriffe bis zu 50 Mbit/s übertragen. So sind wir gut für die Zukunft gerüstet.“

Und wie sieht es mit der Leitungsqualität aus?

„Die ist Klasse“, betont Hirschel. „innerhalb unseres selbst gemanageten VPNs zu den Standorten Mannheim oder Kassel messe ich gerade mal 12 Milisekunden Reaktionszeit. Einen Ausfall der Leitung gab es noch nie und auch bei schlechtem Wetter, neulich hatten wir mal ein recht kräftiges Gewitter,  gab es keine Qualitätseinbußen auf der Leitung.“

IT-Leiter Carsten Hirschen an seinem Arbeitsplatz

IT-Leiter Carsten Hirschel an seinem Arbeitsplatz: Von hier aus kann er auch die Leitungsqualität jederzeit überwachen.

Auch vom Service ist Hirschel überzeugt „Ich erreiche immer jemanden, der sich sofort um mein Anliegen kümmert und mich nicht erst endlos weiterverbinden muss. Stehen irgendwo Wartungsarbeiten im Netz an, informiert QSC mich vorab per Mail.“ An einen Fall erinnert er sich besonders: „Ich hatte mal wegen eines so genannten Reverse DNS-Eintrags eine Anfrage an QSC gestellt. Da kam bereits nach nur einer Minute eine Antwort und die Sache war erledigt.“

Feedback innerhalb einer Minute mag zwar ein glücklicher Zufall gewesen sein, aber für den IT-Leiter steht fest: „Wenn der Service nicht so gut wäre, hätten wir uns nicht für QSC entschieden“.

So sind auch die meisten anderen Standorte der Print Media Group über QSC angebunden. Sei es symmetrisch per SDSL oder ADSL-Strecke, wenn weniger Upload-Bandbreite benötigt wird. Richtfunk nutzt bislang aber nur Griebsch & Rochol in Hamm. „Für uns war das auf alle Fälle die beste Lösung“, resümiert Hirschel. Es muss halt nicht immer Kupfer sein.

 

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