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Arbeitswelt nach Corona (2): Wie Home-Office erlebt wird

Eine Rückkehr zur Arbeitsnormalität vor Corona wird es nicht geben, denn die während der Pandemie gemachten Erfahrungen wirken nach. Wie aber wird die „neue Normalität“ aussehen? In einer dreiteiligen Betragsreihe nimmt das q.beyond-Blog aktuelle Studien dazu unter die Lupe. Im Fokus des zweiten Teils: Wie Home-Office während Corona konkret erfahren wurde.

Die Erfahrungen, die Fach- und Führungskräfte während der Corona-Pandemie sammelten und sammeln, sind geeignet, die Arbeitswelt nachhaltig zu verändern – so die Ausgangsthese unserer aktuellen dreiteiligen Betragsserie im q.beyond-Blog, die mit einer Studienübersicht startete.

Im zweiten Teil möchten wir nun die vielfältigen Hinweise der vorgestellten Studien zur Frage, wie die Umstellung auf Home-Office und Remote Work in der Praxis bislang erfahren wurde, zu einem Gesamtbild zusammenfügen.

Vier zentrale Thesen

Die Ergebnisse der empirischen Erhebungen lassen sich – trotz teilweise beträchtlicher Unterschiede in Design und Methodik – in vier zentralen Aussagen zusammenfassen:

1. Die Umstellung auf Remote Work funktionierte überraschend gut – dank Cloud.

2. Home-Office macht zufrieden und produktiv, auch weil die Mitarbeitenden dazulernen.

3. Das Stresslevel sinkt in Summe, aber Berufsanfänger und Manager fühlen sich überfordert.

4. Die Attraktivität flexibler Arbeit steigt, aber soziale Interaktion wird vermisst.

Nachfolgend werden diese Aussagen mit konkreten Studienergebnissen unterfüttert.

Hinweis: Um eine gute Lesbarkeit des nachfolgenden Textes zu gewährleisten, wurde auf Hinweise zu Design und Methodik der Studien – wie diese in der Studienübersicht zum Auftakt der Reihe enthalten sind – verzichtet. Bei weiterer Nutzung der Daten sollten diese Hinweise berücksichtigt werden.

 

Frau sitzt mit Hund und Laptop auf dem Boden

Home-Office: Wer profitiert am meisten? Bild: © Klaus Vedfelt / Getty Images

1. Die Umstellung auf Remote Work funktionierte überraschend gut – dank Cloud.

Bei der Gesamtschau der Resultate fällt zunächst auf, dass sich der Großteil der Unternehmen hierzulande – allen Unkenrufen zum Trotz und auch dank der verfügbaren Cloud-Services – sehr schnell in der Lage zeigte, an die neuen Bedingungen anzupassen.

So schöpften laut IFO-Institut die Firmen ihr Home-Office-Potenzial während des Lockdowns vollständig aus: 34 Prozent der Beschäftigten arbeiteten demnach im April 2020 ganz oder teilweise im Home-Office, unter den Beschäftigten mit akademischem Abschluss waren es sogar ca. 60 Prozent. Sprich: Überall dort, wo es arbeitstechnisch möglich war, wurden die Mitarbeitenden angewiesen und (bestmöglich) in die Lage versetzt, ihre Arbeit, zumindest vorübergehend, von zu Hause aus zu erledigen.

Dass es im Großteil der Unternehmen dabei nicht zum Chaos kam, ist durchaus bemerkenswert und wurde von den Mitarbeitenden auch honoriert. So vergaben laut Avantgarde Experts mehr als zwei Drittel der Beschäftigten für die Umstellungsleistung gute Noten. Nur 20 Prozent empfanden demnach ihren Betrieb als schlecht vorbereitet und verwiesen in diesem Zusammenhang auf fehlende Technik und mangelhaftes Know-how. Eine Studie von bidt, die während des Lockdowns durchgeführt wurde, kommt zu ähnlichen Aussagen: 71 Prozent der Befragten sahen ihr Unternehmen gut oder sehr gut auf die Ausweitung von Home-Office vorbereitet.

Die große Dynamik bei der Adoption neuer Werkzeuge im Zuge der Corona-bedingten Einschränkungen zeigen die Ergebnisse der Stepstone-Studie(n): 86 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte gaben demnach Ende April 2020 an, digitale Tools für die Zusammenarbeit im Team einzusetzen – ebenso viele hätten bereits eine feste Meeting-Struktur aus dem Home-Office heraus etabliert. Zwei Drittel der befragten Fach- und Führungskräfte zeigten sich laut den Autoren überrascht, wie gut die digitale Zusammenarbeit funktionierte.

Mehr noch: Laut einer Studie von Fraunhofer IAO wurden im Zuge von Corona nicht nur die Arbeitsumgebungen, sondern auch Geschäftsreisen, Kundenveranstaltungen und zentrale Personalprozesse weitgehend virtualisiert und mit digitalen Formaten abgewickelt. 57 Prozent der Befragten gaben demnach an, die Bewerber- und Einstellungsgespräche erstmalig virtuell durchzuführen. Bei Mitarbeitergesprächen liege der Anteil bei 62 Prozent und beim Kundendialog bei 72 Prozent. „Die Ergebnisse der Studie zeigen“, so konstatieren die Wissenschaftler, „dass Arbeits- und Kooperationsprozesse insgesamt deutlich stärker virtualisierbar sind als bisher angenommen.“

 

2. Home-Office macht zufrieden und produktiv, auch weil die Mitarbeitenden dazulernen.

Weiterhin deuten die fürs q.beyond-Blog ausgewerteten Studien übereinstimmend darauf hin, dass die Arbeit während des Lockdowns als überwiegend positiv empfunden wurde und es bei der Produktivität keine nennenswerten Einbußen gab. So sprechen die Studienautoren bei Avantgarde Experts von „überraschend positiven Auswirkungen“ durch das „Verschmelzen von Home und Office“ während Corona: Jeder zweite Befragte etwa arbeite im Home-Office laut eigener Angaben konzentrierter und entspannter.

Eine Sonderstudie von DAK-Gesundheit zum Thema gelangt zu einer ähnlichen Schlussfolgerung: „Arbeitnehmer, die erstmalig regelmäßig im Home-Office sitzen”, so konstatieren die Autoren, „zeigen eine hohe Arbeitszufriedenheit und berichten von einer erfreulichen Work-Life-Balance – bei guter Produktivität.“ Die Mehrheit der hierzu Befragten (59 Prozent) gab demnach an, im Home-Office produktiver als am normalen Arbeitsplatz zur arbeiten. Viele Studienteilnehmer berichteten zudem als positive Effekte, dass der Weg zur Arbeit wegfalle (68 Prozent), sich die Arbeit besser über den Tag verteilen (65 Prozent) und angenehmer erledigen lasse als im Betrieb (54 Prozent).

Die positiven Berichte über die Produktivität im Home-Office während Corona lassen sich u.a. auch auf eine steile Lernkurve zurückführen, wie sie etwa in Studien von Adecco Group und Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT beobachtet wird. So erkennt Adecco einen regelrechten „Boom bei digitalen Fertigkeiten“: 61 Prozent der Fachkräfte konnten demnach ihr technisches Know-how verbessern. Fraunhofer FIT wiederum berichtet, dass im Zeitverlauf der Pandemie die Zufriedenheit von Teammitgliedern und Führungskräften im Home-Office gestiegen sowie die individuelle und Team-Performance besser eingeschätzt werde. Professor Wolfgang Prinz, stellvertretender Institutsleiter bei FIT konkretisiert: „Bei der Teamleistung hatte die erste Auswertung noch ein stärker gespaltenes Bild gezeigt. Ausschlaggebend dafür waren die Erreichbarkeit der Kolleginnen und Kollegen sowie Probleme mit der technischen Ausstattung. Diese Hindernisse scheinen aber weitgehend überwunden!“

Last, but not least lernten auch die Führungskräfte hinzu. In einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGPF) bestätigten 47 Prozent der Befragten, dass gerade Führungskräfte Vorbehalte im Hinblick auf Remote Work abgebaut hätten. Dem verbreiteten Vorurteil, dass die weitgehend isolierte Art des Arbeitens zu verminderter Arbeitsleistung führe, trat schließlich auch eine überwiegende Mehrheit von Digitalexperten, die von der Bertelsmann-Stiftung und Münchner Kreis zu Auswirkungen von Corona befragt wurden, entgegen. 87 Prozent der Studienteilnehmer seien demnach der Meinung, dass im Home- beziehungsweise Mobile Office mindestens gleich viel, wenn nicht sogar mehr gearbeitet werde.

 

3. Stress-Level sinkt in Summe, aber Berufsanfänger und Manager fühlen sich vielfach überfordert.

Geht stabile Produktivität im Corona-bedingten Home-Office zu Lasten des Stressempfindens der Beschäftigten? Eher nicht, zumindest sprechen die Ergebnisse der von uns ausgewerteten Studien gegen diese These.

Laut Studie von DAK-Gesundheit ist der Anteil der täglich gestressten Arbeitnehmer während des Corona-bedingten Lockdowns sogar um 29 Prozent zurückgegangen: Im Dezember 2019 fühlten sich demnach noch mehr als ein Fünftel der Befragten meistens oder die ganze Zeit gestresst, im April lag der Wert dagegen nur noch bei 15 Prozent. Die Mehrheit der Befragten (57 Prozent), so berichten die Autoren, fühlt sich während der Corona-Krise zu keinem Zeitpunkt oder nur ab und zu unter Druck. Für Entlastung sorge zudem die Möglichkeit, im Home-Office Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren zu können: Bei den Befragten mit Kindern unter 12 Jahren zeigte sich dieser Vorteil also besonders relevant (77 Prozent).

Die Studie von Avantgard Experts kommt zu einer ähnlichen Einschätzung: „Das anhaltende Arbeiten im Home-Office“, so fassen die Autoren zusammen, „empfinden die Befragten nicht als problematisch: Knapp 40 Prozent hatte mehr Zeit für Sport und Hobbies und ein Großteil (59 Prozent) fühlte sich bei der Arbeit entspannter.“ Die überwiegende Mehrheit der Befragten startete zudem dank wegfallender Arbeitswege stressfreier in den Tag. In Summe sei der Stress-Level der Befragten im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie nur bei einem Drittel der Befragten angestiegen.

Eine empirische Erhebung des Netzwerkdienstes LinkedIn ging der Frage, welche Gruppen sich konkret gestresst fühlen, noch tiefer auf den Grund. Ähnlich wie bei der Studie von Avantgard Experts berichtet zunächst auch hier zirka ein Drittel der Befragten (30,2 Prozent) von Einschränkungen des Wohlbefindens während der Pandemie aufgrund von Angst und Überreizung. Dagegen zeigte etwa die Hälfte (49,5 Prozent) – darunter überwiegend viele Beschäftigte der Generation 55+ (71,9 Prozent) – keinen Anstieg des Stress-Levels. Für das Stressempfinden während Corona spielten neben dem Alter auch die Stellung im Job eine Rolle: Gestresster als der Durchschnitt fühlten sich laut Studie knapp die Hälfte der ungelernten Kräfte (48,7 Prozent), Arbeitnehmer auf Senior-Manager-Level (44,4 Prozent) sowie auf der Führungsebene (47,1 Prozent).

Der relativ hohe Stresspegel bei den jüngeren und ungelernten Kräften, so deuten die Ergebnisse der LinkedIn-Studie an, führt auf ein hohes Maß an Verunsicherung zurück. So berichtete mehr als jeder fünfte Befragte über einen steigenden Zeit- und Performance-Druck. In der Folge leisteten überdurchschnittlich viele jüngere Arbeitnehmer Überstunden vor dem Rechner zu Hause. Um die Performance gegenüber den Kollegen unter Beweis zu stellen, würde zudem auch mit Tricks gearbeitet – die Spanne reicht vom frühen ein- oder späten Auslocken der Rechner, den Versand von E-Mails nach Feierabend bis hin zum Erfinden von Telefonaten oder Meetings, um Aktivität vorzutäuschen (14 Prozent). Während 85,4 Prozent der Generation 55+ auf solche Tricks verzichteten, liege dieser Anteil bei den 16- bis 24-jährigen nur bei 39,7 Prozent.

Hinzu kommt, dass es jungen Mitarbeitern anscheinend überdurchschnittlich schwerfällt, im Home-Office abzuschalten – wie in der Studie von DAK-Gesundheit herausgestellt wird: Eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben gelingt laut den Studienergebnissen nur jedem zweiten unter 30 Jahren – was auch zu deren hohem Stressempfinden beitragen dürfte. Dagegen gelänge insbesondere Familien tendenziell ein „gekonnter Umgang mit der Gesamtsituation“, obwohl die Zeiteinteilung sich hier schwieriger gestalte.

Einen möglichen Grund für den in der LinkedIn-Studie festgestellten überproportional hohen Stresspegel bei den Managern liefern die Ergebnisse der Adecco-Studie: Weniger als die Hälfte der befragten Führungskräfte fühlt sich demnach in der Lage, die Mitarbeiter während der Pandemie ganzheitlich zu unterstützen. Der gefühlte Kontrollverlust verunsichert und erzeugt Stress.

 

4. Die Attraktivität flexibler Arbeit steigt, aber soziale Interaktion wird vermisst.

Die überwiegend positiven Erfahrungen bei der Arbeit zu Hause spiegeln sich auch im Wunsch nach mehr Home-Office nach der Corona-Krise wider. Einen solchen Wunsch äußern u.a. mehr als zwei Drittel der von bidt – Ein Institut der Bayrischen Akademie der Wissenschaften befragten Beschäftigten (welche Home-Office prinzipiell für möglich halten).

Auch 41 Prozent der von Avantgarde Experts befragten Arbeitnehmer stellen sich vor, dass sie mehr im Home-Office arbeiten werden. Dies bedeutet freilich nicht, dass die Mitarbeiter zukünftig ausschließlich Home-Office-Tätigkeiten wünschen. Im Gegenteil: Jeder zweite Befragungsteilnehmer sei froh, dass er oder sie nach der Corona-Krise wieder wie gewohnt der Arbeit im Büro nachgehen kann.

Denn ein Großteil der Mitarbeiter und Führungskräfte – darin stimmen nahezu alle Studien überein – vermisst die soziale Interaktion. Laut DAK-Studie, zum Beispiel, sehen drei Viertel der Befragten kritisch, dass im Home-Office wenig direkter Kontakt zu den Kollegen besteht. Laut Fraunhofer FIT fehle den Home-Office-Arbeitern am meisten der persönliche (85 Prozent) und fachliche Austausch (66 Prozent) – gefolgt von Kaffeepausen und Mittagessen (je rund 65 Prozent) und gemeinsamen Kreativ-Sessions (knapp 60 Prozent).

Und auch die LinkedIn-Studie verweist darauf, dass 43 Prozent der Deutschen ihre Kollegen vermissen, unter den Berufseinsteigern liege der Anteil sogar bei 53 Prozent. Letzteren fehlten auch „die kleinen sozialen Events, die das Arbeitsleben für gewöhnlich bereichern: interne Geburtstagsfeiern oder After-Work-Drinks (36,2 Prozent)“. Unter dem Strich fühlte sich knapp jeder fünfte Befragte (19,4 Prozent) im Home-Office „einsam und isoliert“.

Vor diesem Hintergrund plädieren Mitarbeiter und Führungskräfte auch überwiegend für hybride Modelle. So hielten beispielweise drei Viertel (74 Prozent) der von Adecco Group befragten Arbeitnehmer eine Mischung aus Büro und Home-Office für ideal – die favorisierte Aufteilung der Arbeitszeit betrage demnach im Durchschnitt 51 Prozent zu 49 Prozent. Die befragten Führungskräfte stimmten mit dieser Einschätzung überein – wobei mehr als drei Viertel (77 Prozent) erwarten, dass die Unternehmen von der größeren Flexibilität profitieren würden.

 

Zwischenfazit: Ein Beleg für das Funktionieren flexibler Arbeitswelten, aber kein Grund für Euphorie

Aus Perspektive der Befürworter flexibler Arbeitswelten klingen die Resultate zunächst vielversprechend. Die Erfahrungen der Mitarbeiter und Führungskräfte bei der Arbeit im Home-Office in der ersten Phase der Corona-Pandemie fallen insgesamt positiv aus. Viele oft angeführte Vorteile des Home-Office haben sich in der Praxis bestätigt und die Produktivität ist – entgegen vieler Unkenrufe – nicht eingebrochen.

Für Euphorie besteht dennoch kein Grund. Dazu zwei gewichtige Einwände:

  • Erstens liefern die im Frühjahr und Frühsommer 2020 durchgeführten Studien nur eine erste Momentaufnahme. So könnten Probleme, die bei zeitlich begrenzter Home-Office-Tätigkeit in einer Ausnahmesituation wie dem Corona-bedingten Lockdown noch tolerabel erscheinen, sich auf Dauer zu schwerwiegenden Herausforderungen auswachsen.
  • Und Probleme mit Remote Work, dies ist der zweite zentrale Einwand, zeigen sich bei aller allgemeinen Zufriedenheit auch schon in den Ergebnissen der hier ausgewerteten empirischen Studien. Man denke nur an die überforderten Berufsanfänger und jungen Mitarbeitenden. Kein Unternehmen kann es sich leisten, auf die Einbindung dieser Gruppe zu verzichten.

Ich denke an dieser Stelle aber auch an die Infrastruktur zur Gestaltung der (Zusammen-)Arbeit. Sicher ist es ein enormer Erfolg, dass Unternehmen die Umstellung auf Home-Office in kurzer Zeit meisterten und dass die Produktivität vorübergehend stabil hoch blieb. Aber zwischen dem Schalten von Videokonferenzen, um den Geschäftsbetrieb vorübergehend aufrecht zu erhalten und einer funktionierenden virtuellen Zusammenarbeit von auf Dauer verteilt arbeitenden Teams gibt es einen großen Unterschied.

Schließlich sollte nicht vergessen werden: Auch wenn der Stress-Level bei den Beschäftigten während Corona nicht überhandnahm, so ging die zeitweise Umstellung letztlich auch zu deren Lasten. Viele Mitarbeitende nutzten bei der Heimarbeit während Corona letztlich die eigene, oft nicht optimale Infrastruktur – von der Internetanbindung bis zur Büroeinrichtung, einschließlich der damit verbundenen Kosten, Risiken und Rückenprobleme (siehe hierzu auch Studie des Fraunhofer IAO). Alles kurzfristig nachvollziehbar, aber langfristig nicht haltbar.

Trotz der angeführten Probleme bin ich weit davon entfernt, „Home-Office als größten Management-Fehler 2020“ einzustufen, wie dies Thomas Knüwer in einem polemischen Beitrag tat. Im Gegenteil: Wir – so glaube ich – brauchen dringend flexiblere, diversifizierte Arbeitswelten, gerade um im Innovationswettbewerb und beim Ringen um Talente Schritt zu halten. In einem Punkt gebe ich dem Digitalberater jedoch recht: Die angeführten Probleme lassen sich nicht einfach ausblenden.

So zeigen die Untersuchungen zum Arbeiten während der Corona-Pandemie nicht nur, dass Home-Office funktionieren kann, sondern auch und insbesondere, welche Herausforderungen auf dem Weg zu modernen, flexiblen und gleichzeitig effektiven Arbeitswelten dringend angegangen werden müssen. Die Spanne der zu adressierenden Handlungsfelder reicht von der Modernisierung der Infrastruktur (einschließlich der Cloud-Migration) über eine effektive Gestaltung der virtuellen Zusammenarbeit bis hin zur Umsetzung neuer Konzepte bei Arbeitsorganisation und Führung. Mehr dazu dann im abschließenden dritten Teil der Beitragsreihe.

Doch zunächst möchten wir Sie um Ihr Feedback bitten: Welche Erkenntnisse haben Sie aus den Studien gezogen? Inwiefern stimmen die hier vorgestellten Ergebnisse mit Ihren eigenen Beobachtungen überein? Welche Aspekte verdienen gegebenenfalls noch mehr Beachtung? Bitte senden Sie Ihre Rückmeldung an email hidden; JavaScript is required. Ich freue mich auf Ihr Feedback!

 

Noch zwei abschließende Hinweise:

 

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