Digitaltrends 2022 – das erwartet den Mittelstand

A close up of a woman stretching her legs before going on a run through the city

Im Bereich Digitalisierung gibt es für den Mittelstand auch in 2022 viel zu tun. Bild: © Hinterhaus Productions / Getty Images

Die digitalen Trends von heute sind sehr wahrscheinlich die Wettbewerbsentscheider von morgen. Wie also können sich mittelständische Unternehmen 2022 im Digital Business optimal aufstellen? In jedem Fall sollten sie sich eingehend mit den Themen Cyber Security, Cloud Architektur, Collaboration und der SAP S/4HANA-Migration befassen. Ein weiteres spannendes Thema ist die Hyperautomation – die Automatisierung automatisiert sich nämlich künftig selbst.

 

Cyber Security – Zahl der Angriffe nimmt massiv zu

Laut einer Bitkom-Studie entstand durch Cyber Crime im vergangenen Jahr allein in Deutschland ein Schaden in Höhe von 223 Milliarden Euro. Der Schaden durch Diebstahl, Spionage und Sabotage, Erpressung, Systemausfälle und Betriebsstörungen hat sich seit 2019 mehr als vervierfacht. Inzwischen fürchtet jedes zehnte Unternehmen um seine geschäftliche Existenz durch Cyber-Attacken. Bei einem Angriff droht neben einem Reputationsverlust – nicht zuletzt bei Veröffentlichung der gehackten Daten – auch ein hoher finanzieller Schaden durch das Bezahlen der geforderten Erpressungsgelder. Oft warten hier im Handumdrehen auch noch ganz andere finanzielle Herausforderungen. Es braucht also solide Strategien, die gegen Ransomware schützen.

Übrigens: Der Sophos Thread Report 2022 zeigt ebenfalls auf, wie Ransomware-Angriffe ablaufen und welche Strategien angewendet werden. Unsere Leseempfehlung für alle, die mehr über Verschlüsselungs- und Datendiebstahl-Attacken sowie Schutzmöglichkeiten erfahren möchten.

 

Cloud-Lösungen – so nützlich und so komplex

Durch den Transfer der Daten und Applikationen in die Cloud soll alles einfacher werden. In der Realität sieht es aber oftmals etwas anders aus: Cloud-Lösungen sind definitiv hilfreich, aber eben etwas ganz anderes als der Inhouse-Server-Betrieb und damit für die meisten mittelständischen Unternehmen hochkomplex.

Nicht verwunderlich also, dass auf der Agenda des deutschen Mittelstands für 2022 das Review und die Neuausrichtung der IT-Infrastruktur rund um die Cloud stehen. Es gilt mehr denn je, aktuelle Ansätze und Prozesse auf ihre Zukunftsfähigkeit hin zu prüfen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Im Ergebnis muss für die eigene Organisation die beste, effizienteste und sicherste Lösung entstehen.

Wer denkt, das sei schnell erledigt, der irrt. Der Betrieb der Cloud-Lösungen erfordert Expertenwissen und verursacht Aufwand. Und er wird tendenziell an Komplexität noch zunehmen. Der Erfolg steht und fällt mit einer guten Cloud-Operations-Strategie.

 

Kollaborative Kommunikation – im Modern Workplace

Mittelständische Unternehmen müssen qualifiziertes Personal gewinnen, motivieren und halten. Spätestens seit 2021 ist dafür ein digitales Arbeitsplatzumfeld Pflicht. Diese Tatsache wirft jedoch unterschiedliche Fragen auf:

  • Wie lässt sich die Arbeit auch außerhalb des Büros sicher gestalten?
  • Welche Anforderungen gelten für den Arbeitsplatzkomfort im Home-Office?
  • Wie gelingt moderne Kommunikation über die Grenzen des eigenen Unternehmens hinweg?

Auf diese und viele weitere Fragestellungen werden mittelständische Unternehmen im Jahr 2022 wegweisende Antworten finden müssen. Denn: Die Pandemie hat unsere Arbeitsweise nachhaltig verändert. Die kollaborative Kommunikation über Plattformen wie Microsoft Teams gehört zum festen Bestandteil unseres Arbeitsalltags: per Chat und Video-Calls. Damit wachsen auch die Anforderungen an die IT-Landschaft der Organisationen. Einer der entscheidenden Faktoren ist ein exzellent aufgestelltes Firmennetz. Das lässt sich über intelligente SD-WAN-Lösungen realisieren.

 

SAP S/4HANA-Migration – fit für das nächste Level

SAP S/4HANA bringt Unternehmen zahlreiche Vorteile. Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Migration auf die aktuelle SAP-Suite ist ein hohes Maß an digitalisierten Arbeitsabläufen. Viele mittelständische Unternehmen werden der SAP S/4HANA-Migration folglich mit Strategie, Struktur und optimal gestalteten Geschäftsprozessen begegnen. Dafür braucht es Management Attention, denn:

  • Die SAP S/4HANA-Migration ist kein rein technisches Projekt, sondern auch ein organisatorisches.
  • Quantitative Top-Down-Vorgaben schaffen Transparenz und rücken Bilanz-wirksame Effizienzpotenziale in den Fokus.
  • Strategische Ziele sind die Grundvoraussetzung für qualitative Anforderungen an Prozessdigitalisierungen.
  • Die Performance des Umsetzungsfortschritts lässt sich nur mittels klar definierter Meilensteine steigern.

Viele von uns erfolgreich abgeschlossene Migrationsprojekte, unter anderem mit Tchibo, zeigen: Die Einbindung der Management-Ebene kann einen wesentlichen Beitrag leisten, die Umstellung pünktlich, im finanziellen Rahmen und im vereinbarten Umfang abzuschließen.

 

Digitale Transformation – Edge Computing erfolgreich nutzen

IIoT (Industrial Internet of Things) ist 2022 für mittelständische Produktionsbetriebe mehr Pflicht als Kür. Wer sich mit den richtigen Werkzeugen ausstattet und kompetente Partner sucht, hat die besten Voraussetzungen, mit IIoT-Projekten den Wettbewerb abzuhängen. Dazu zählt auch, die medienbruchfreie Konnektivität von Maschinen, Objekten und Systemen sicherzustellen. Edge Computing, als eine Variante der zentralen Datenverarbeitung nahe der gewünschten Datenquelle, leistet hierfür einen wichtigen Beitrag. Mit Hilfe entsprechender Lösungen profitieren Organisationen von einer deutlichen Kostenersparnis, kürzeren Produktionszeiten und der Förderung von Innovationen.

Auch viele Retailer machen sich bereits die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Edge Computing zunutze. Ein Erfolgsbeispiel ist das Unternehmen Fressnapf, das 2021 gemeinsam mit uns vom EHI Retail Institute und der Lebensmittelzeitung mit dem reta award ausgezeichnet wurde.

 

Hyperautomation – Höchstmaß an Effizienz

Für das Themenfeld „Hyperautomation“ stehen die Zeichen im Jahr 2022 auf Wachstum. Konkret geht es dabei um die Kombination von verschiedenen Ansätzen und Technologien – mit dem Ziel, das Höchstmaß an Effizienz aus digitalen Möglichkeiten herauszuholen.
Bei der reinen Robotic Process Automation (RPA) können nur einzelne Tasks automatisiert werden. Hyperautomation greift deutlich weiter: Sie verspricht die Automatisierung von komplexen Prozessen. Wichtigste Bestandteile der Hyperautomation sind diese drei:

  • Robotic Process Automation (RPA)
  • Künstliche Intelligenz (KI)
  • Maschinelles Lernen (ML).

Diese Parameter lernen, miteinander zu interagieren. So können innerhalb eines komplexen Systems Geschäftsprozesse selbstständig entdeckt und automatisiert werden. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) erschaffen sich neue Bots für die Erledigung verschiedenster Aufgaben selbst. Die Automatisierung automatisiert sich also selbst.

 

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