QSC ist jetzt q.beyond. Weitere Infos in unserer Pressemitteilung.

IoT: Unternehmen investieren in neue Technologien und Security

Künstliche Intelligenz als Gehirn, das über Linien mit Technologien verbunden ist

Künstliche Intelligenz ist im Internet der Dinge ein Technologie-Trend. Bild: © Yuichiro Chino / Getty Images

Sicherheit genießt bei vielen Unternehmen Priorität. Und so sind sie bereit, auch in IoT-Security zu investieren. Zusätzlich stecken sie Geld in Künstliche Intelligenz und Blockchain – so die IDG-Studie „Internet of Things 2020“, die wir in einer Artikelserie vorstellen. Im vorliegenden dritten und letzten Teil geht es zudem ums Industrial IoT und um NB-IoT.

Laut der IDG-Studie „Internet of Things 2020“ des IDG-Verlags, die in Zusammenarbeit mit der QSC-Tochter Q-loud entstand, sehen 37 Prozent der Firmen das IoT wegen Datenschutz und IoT-Sicherheit eher skeptisch. Maßnahmen für Security sollen die Unternehmen vor zahlreichen IoT-Risiken schützen, in erster Linie vor Hacker-/DDoS-Angriffen (37 Prozent), Industriespionage (33 Prozent), juristischen Problemen (30 Prozent) und Produktionsausfällen (20 Prozent).

Beim Schutz vor Sicherheitsbrüchen und möglichen Hacker-Angriffen setzen die Unternehmen auf automatisierte Security-Lösungen. Ein gutes Viertel der Befragten (26 Prozent) nutzt sie bereits und fast die Hälfte (47 Prozent) prüft oder plant den Einsatz. Die Anwendungen sollen sowohl die Betriebssicherheit intelligenter Produktionsanlagen schützen als auch die aus den Anlagen und Produkten gewonnenen Daten sowie die Produkte selbst. Auch Datenschutz und -sicherheit in der Cloud und bei Dienstleistern sind wichtige Kriterien für IoT-Security.

 

Blockchain und KI sind aktuelle Technologie-Trends

Zusätzliche Sicherheitssoftware erfordert weitere Investitionen, ebenso neue Technologien. Denn in fast jedem zweiten Unternehmen (46 Prozent) kommt es durch die IoT-Projekte zu Nachfolgeinvestitionen. Dies war bereits laut den Vorjahresstudien so, doch die Investitionsfelder haben sich geändert.

Früher lagen die Schwerpunkte der Ausgaben jeweils bei Cloudservices, Security- und Netzwerktechnologien. Inzwischen investieren die Unternehmen häufig in drei neue und aktuell stark diskutierte Technologien: Blockchain, Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik. Jeweils ein gutes Viertel (26 Prozent) der Unternehmen hat dies als wichtiges Thema für die nächsten Jahre erkannt.

Beim Investitionsvolumen zeigt sich der Einfluss einer starken IT-Organisation: Besonders viel Geld geben Unternehmen aus, deren IT-Etat zehn Millionen Euro oder mehr umfasst. Ein gutes Drittel dieser Unternehmen (32 Prozent) will die Budgets für das IoT deutlich steigern.

 

KI, Robotics und Blockchain stehen an der Spitze der Technologien, in die Unternehmen in Zukunft investieren. Quelle: IDG-Studie „Internet of Things 2020“

 

Industrie 4.0: Mit IIoT die Produktion effizienter machen

Die Industrie 4.0 ist ein wichtiger Aspekt beim Einsatz des Internets der Dinge. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch von Industrial IoT oder kurz IIoT gesprochen. Das IIoT erfüllt deutlich höhere Ansprüche als das IoT für private Nutzer („Consumer IoT“). Bei ihm geht es nicht um Unterhaltung und Komfort, sondern um Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) und Big-Data-Technologien. Etwa vier von fünf der befragten Unternehmen nutzen das IIoT für die Produktion. Großunternehmen sind deutlich häufiger in der Industrie 4.0 aktiv; lediglich zwei von drei kleinen und mittelgroßen Unternehmen nutzen die intelligente Fertigung.

Die wichtigsten Ziele des Industrial IoT sind für die Nutzer eine kostengünstigere Produktion (34 Prozent) und effizientere Fertigungsprozesse (30 Prozent). Doch es hilft auch dabei, kürzere Rüstzeiten zu erzielen, die Energiekosten zu senken und Maschinen vorausschauend zu warten (Predictive Maintenance). Die bei Industrie 4.0 oft genannte Produktion in Losgröße Eins hat nur für knapp 17 Prozent der Unternehmen eine Bedeutung.

 

NB-IoT vernetzt auch unter schwierigen Bedingungen

Grundlage für das IoT sind leistungsfähige Mobilfunknetze. Hier ist vor allem der neue Mobilfunkstandard 5G interessant. Durch seinen Ausbau werden auch auf das IoT zugeschnittene Funknetze wie Narrowband IoT (NB-IoT) noch flächendeckender verfügbar. Besonders wichtig ist den Unternehmen die Fähigkeit zur Durchdringung von starkem Mauerwerk, etwa um Sensoren in Kellern und Fabrikhallen auszulesen. Gut 35 Prozent der Befragten nannten dies als entscheidendes Merkmal. Ebenso wichtig ist ihnen die gute Netzabdeckung (35 Prozent) und der geringe Energieverbrauch von Geräten mit NB-IoT-Unterstützung. Deren Batterien halten oft mehrere Jahre.

Die Unternehmen müssen investieren, um ihren Maschinenpark für das IoT und die neuen Netzwerke aufzurüsten. Doch zur Steuerung der IoT-Initiativen sind ebenfalls zusätzliche Ressourcen notwendig. So empfindet jeweils ein Viertel der Unternehmen bereits die Auswahl einer Plattform und die Projektsteuerung als besonders aufwendig. Hinzu kommen neuartige Security- und Safety-Konzepte sowie Softwareentwicklung, die jeweils in 22 Prozent der Unternehmen noch nicht durch die Etats abgedeckt sind.

 

Narrowband IoT bringt für Unternehmen viele Vorteile. Quelle: IDG-Studie „Internet of Things 2020“

 

Das IoT wächst, aber noch muss investiert werden

Die Studie ergibt insgesamt dennoch ein positives Bild: Das IoT wächst und die entsprechenden Lösungen verbreiten sich in den Unternehmen. Doch es ist noch sehr weit von einer  Standardanwendung entfernt. Obwohl mehr und mehr IoT-Lösungen in den Alltagsbetrieb übergehen, sind die meisten Unternehmen noch in der Erprobungsphase. Der Investitionsbedarf wird auch in den nächsten Jahren hoch bleiben. Die teils recht schnellen Erfolge zeigen aber: Es lohnt sich, auf das Internet der Dinge zu setzen.

 

Weitere Informationen:

IoT-Studie 2020: Zum Download der Studie

IoT-Studie 2020 – Artikelserie im QSC-Blog:

IoT-Studie 2019 – Artikelserie im QSC-Blog:

  • mitteilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • email hidden; JavaScript is required
Drucken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Um die Diskussionsqualität zu wahren, veröffentlichen wir nur noch Kommentare mit nachvollziehbarem Vor- und Nachnamen sowie authentischer E-Mail-Adresse.